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Papiertheater – Was ist denn das?

Das Papiertheater, heute noch oft als Kinder- oder Tischtheater bezeichnet, ist ein Modelltheater, das im 19. Jahrhundert der Unterhaltung im häuslichen Kreis diente. Als Material für Theater, Dekorationen und Figurinen verwendete man Drucke, sogenannte Bilderbogen, die auf Karton geklebt und ausgeschnitten wurden. Aufgestellt boten die Theater, deren Ausschnitt selten breiter als vierzig Zentimeter war, ein Bild mit eindrucksvoller Tiefenwirkung. Auf diesen kleinen Bühnen führte die biedermeierliche Familie alle nur denkbaren Stücke von der Oper bis zum Märchen auf.
 
Begünstigt durch das Druckverfahren der Lithographie und die Verbürgerlichung des Theaters entwickelte sich das heute vergessene Spielzeug bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts zum Massenmedium, zu einer Art Fernseher unserer Urgroßeltern. Das Papiertheater war Bildungsinstrument und liebenswertes Symbol des Bürgertums im 19. Jahrhundert, und ist heute eine wichtige Quelle für die Theaterwissenschaft. Oft waren die Bilderbogen den Inszenierungen der großen Bühnen nachempfunden. 
Die Zeit, in denen das Kindertheater als Spielzeug in den Familien diente, endete in Deutschland etwa mit dem Ersten Weltkrieg. In anderen europäischen Ländern, insbesondere in England und Dänemark, wurde die Produktion von Theaterbilderbogen von den Verlagen bis in unsere Tage fortgeführt.
 
Papiertheater – heute 
In Deutschland gibt es einen Verein, dessen Ziel die Pflege, Erhaltung und Förderung des Papiertheaters als historisches Erbe des 19. Jahrhunderts ist.
Forum Papiertheater - SCHLOSS PHILIPPSRUHE e.V.
Dieser Verein ist ein Kreis von Spielern, Sammlern und Liebhabern.
 
Er unterhält das Papiertheatermuseum im Schloss Philippsruhe in Hanau, unterstützt Ausstellungen, katalogisiert und archiviert alte Papiertheater-Bogen, bearbeitet Anfragen von Sammlern und Organisationen. 
Er richtet Symposien zum Thema Papiertheater aus und fördert Papiertheatertreffen wie z.B. in Preetz (Schleswig-Holstein) oder München.
 
 
Papiertheater am Ring - Sabine und Armin Ruf
 
Angefangen hat alles vor über 10 Jahren, als klassisches Familien-Papiertheater.Preetz los gehtsWir spielten jahrelang gemeinsam mit unseren heute erwachsenen Kindern.
 
Jetzt stehen wir zu zweit hinter der Bühne. Bei den meisten Inszenierungen wird live gesprochen, einige Aufführungen sind teilweise oder ganz vertont. 
Von Märchen wie "Hänsel und Gretel", über Sagen wie "Der Rattenfänger von Hameln" bis hin zu Opern wie "Zar und Zimmermann" reicht unser Repertoire inzwischen.
Papiertheater ist eine Unterhaltungsform des 19. Jahrhunderts. Dabei wurden -einfach ausgedrückt- aus vorgedruckten Bilderbögen Bühnenbilder gebastelt und im häuslichen Kreise Theaterstücke aufgeführt. Mit großem Erfolg haben wir unsere Stücke auf Papiertheaterfestivals unter anderem in Harderwijk (NL), Preetz und München und in Museen (Hanau, Schmiedebach) aufgeführt.  
 
 
 
 
Papiertheater am Ring – Unsere Stücke:
 
Wagnis Eisenbahn – die abenteuerliche Geschichte der ersten Bahnfahrt Deutschlands
Ganz nah an den historischen Tatsachen, wurde dieses spannende Stück komplett von uns selbst gestaltet, sowohl die Kulissen, als auch der Text.
Mit wunderschöner Musik aus der Zeit um 1835.Adler Bhne
Dazu geben wir eine kurze Einleitung zu der Geschichte selbst und eine kleine Miniausstellung zum "Adler" informiert das Publikum über dieses einschneidende Ereignis deutscher Eisenbahngeschichte.
Die Geschichte
Wir befinden uns im Jahr 1835. Der Verkehr zwischen den fränkischen Städten Nürnberg und Fürth ist mörderisch.
Was ist das Verkehrsmittel der Zukunft? Die Schifffahrt auf Kanälen oder noch mehr Kutschen …..?
Die erste Eisenbahn Deutschlands soll gebaut werden. Doch woher kann das Geld kommen? Wer baut die Strecke? Wer liefert die Eisenbahn?
Niemand in Deutschland beherrscht die Technik. Können Menschen diese unheimliche Geschwindigkeit überleben?
Wie wird die Geschichte enden? Gelingt das Abenteuer oder endet alles im Chaos?
 
Lassen Sie Sich mitreißen und erleben Sie Selbst die Antwort.
 
Die Reise beginnt jetzt …… 
 
Zar und Zimmermann
nach der erfolgreichsten komischen Oper von Albert Lortzing.
Zar Peter I. lernt in Holland inkognito das Handwerk des Schiffszimmermanns. Einer seiner Freunde ist Peter Iwanow, der aus der russischen Armee desertiert ist. Der holländische Bürgermeister hat erfahren, dass unter den Zimmerleuten der Zar sein soll. Zar und zimmermann
Bei seiner Suche fällt ihm Iwanow auf und er hält diesen irrtümlich für den Zaren. Der Bürgermeister bereitet eine standesgemäße Begrüßungszeremonie für den falschen Zaren vor. Mittlerweile hat sich Marie, seine Nichte, in Iwanow verliebt. Sie ist unglücklich darüber, weil sie glaubt, der Standesunterschied zu dem vermeintlichen Zaren mache ihre Liebe unmöglich. 
Wie werden sich diese Verwirrungen auflösen? Lassen Sie sich überraschen.
 
 
Der Rattenfänger von Hameln
 
Eine zeitlose Geschichte um Betrug und Rache, Hinterlist und Gier. 
Nicht immer gibt es ein Happy End.
 Rattenfanger
Zauberhafte Kulissen und unglaubliche Ratten werden auch Sie begeistern.
 
 

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