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Überörtliche Beziehungen der Gemeindeteile

 

 

2Kirchenspr


Alter Kirchensprengel

Die Zugehörigkeit zur Kirchfarrnbacher Kirche verbindet seit frühester Zeit alle südlichen Gemeindeteile der Marktgemeinde. Dies lässt Rückschlüsse auf das Entstehen der Kirchensprengelorte zu.

Altkatterbach, Dippoldsberg, Dürrnfarrnbach, Kreben, Meiersberg und Oberndorf wurden nach v. Guttenberg als „Kranz von Ausbausiedlungen“ vom Königsgut Kirchfarrnbach aus angelegt. Das geschah wahrscheinlich ab dem 9. Jahrhundert.

Kirchfarrnbach dürfte als königlicher Rastplatz oder Stützpunkt an einer fränkischen Reichsstraße (Rennweg) unweit der Hochstraße des Dillenbergs im 8. Jahrhundert gegründet worden sein.
    

 
2Vetter

Zwei „Obrigkeiten“ 

In der Zeit der absolutistisch regierten Landesstaaten wurden die Grenzen der Hochgerichte zu Landesgrenzen (rot). Die Grenze zwischen dem Fürstentum Ansbach und dem Fürstentum Bayreuth durchschnitt den Kirchensprengel. Zwei „Obrigkeiten“ hatten das Sagen. In den westlichen Orten lebten die „bayreuthischen“ Untertanen und im Osten die „ansbachischen“.

Kirchfarrnbach und Oberndorf, welche eine Gemeinde im alten Sinn bildeten, wurden durch diese Grenze getrennt. Noch schlimmer traf es Meiersberg, die Grenze „zertheilte“ den Ort, wie man damals sagte. Nördlich von Meiersberg gab es eine weitere Grenze, sie umgab den Kleinstaat Wilhermsdorf. Als diese Karte um 1730 von Vetter gezeichnet wurde, war Neukatterbach gerade im Entstehen.
    

 
            
2Gemeinden
Drei politische Gemeinden
 

Aus der Grenze der Fürstentümer wurde im 19. Jahrhundert die Grenze zwischen den Landkreisen (früher Bezirksämter) Neustadt/Aisch und Fürth.

Meiersberg kam ganz zum Bezirk Neustadt, ebenso Wilhermsdorf. Südlich von Wilhermsdorf entstanden nach anfänglichen Schwierigkeiten drei politische Gemeinden: Im Bezirk Neustadt Katterbach (Alt- und Neukatterbach, Kreben, Oberndorf, Riedelshäuslein und Lösleinshäuslein) und Dippoldsberg (mit Meiersberg). Im Fürther Bezirk Kirchfarrnbach (mit Dürrnfarrnbach).

Trotz der verschiedenen Behörden, Schulen, Gerichte, Verbände, Zeitungen u.a. war ein die Grenzen überschreitendes Gemeinschaftsgefühl vorhanden.
    
 
2Schulen
Zwei Schulen
 

Vom 16. Jahrhundert bis 1910 gingen die Kinder von allen Kirchensprengelorten nach Kirchfarrnbach zur Schule.

Als die Gemeinde Dippoldsberg 1910 ein eigenes Schulhaus errichtete, hatten die Kinder aus Dippoldsberg, Meiersberg, Altkatterbach und dem Riedelshäuslein einen kürzeren Schulweg. Nicht sehr erfreut darüber war allerdings die politische Gemeinde Katterbach, deren Kinder nun in drei verschiedene Schulen mussten. Nach Kirchfarrnbach gingen nur noch die Kinder aus Dürrnfarrnbach, Kreben und Oberndorf.

In den Jahren 1968 und 1969 wurden die Orte des Kirchensprengels dem Schulverband Wilhermsdorf zugewiesen.
    
 
2Eingem
Eingemeindungen in die Marktgemeinde
  

Den Anfang bei den Eingemeindungen in die Marktgemeinde Wilhermsdorf machte von den drei südlichen Gemeinden Dippoldsberg im Jahr 1971.

1972 wurde die Landkreisgrenze nach Westen verschoben, Wilhermsdorf kam zum Landkreis Fürth. Zur gleichen Zeit wurde Katterbach eingemeindet mit Ausnahme des Ortes Neukatterbach. 1978 wurde die Gemeinde Kirchfarrnbach aufgelöst.

Von den 3879 Einwohnern der Marktgemeinde im Jahr 1978 entfielen auf Altkatterbach 61, Dippoldsberg 120, Dürrnfarrnbach 70, Kirchfarrnbach 244, Kreben 83, Lösleinshäuslein 8, Meiersberg 147, Oberndorf 23 und Riedelshäuslein 7; zusammen anteilmäßig etwa 20 Prozent.

 

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