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Im Heilsbronner Salbuch von 1402

 

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Funde aus vorgeschichtlicher Zeit weisen darauf hin, dass sich bereits sehr früh Menschen auf dem Kirchfarrnbacher Gebiet aufgehalten haben.
Kirchfarrnbach dürfte in der zweiten Welle der fränkischen Landnahme gegründet worden sein und gehörte mit zu den ersten königlichen Großhöfen in Franken (nach v. Guttenberg). Die Gründung ist frühestens 730, spätestens um 800 anzusetzen. Kirchfarrnbach diente als königlicher Rastplatz oder Stützpunkt an der fränkischen Reichsstraße, die von Frankfurt über Markt Erlbach nach Regensburg führte. Diese kreuzte hier die "Hochstraße", eine alte Ost-Westverbindung.


6KfbUrKirchfarrnbach hatte in seiner ersten Zeit wahrscheinlich folgende Struktur:

Reichsstraße (rot gestrichelt) im Westen (heute Hohlgasse),östlich an ihr gelegen die Herberge (1) (heute Sippel), daran anschließend der Herrenhof (2) (heute Löslein) und im Osten die Kapelle (3) mit dem Friedhof (heute Kirche mit Kirchhof);
südlich darunter die Straße von Langenzenn zur Hochstraße (dünn rot).
Sehr früh wird es auch das Bad (4) und die Mühle
(5) gegeben haben.
Die Hochstraße (dick rot) könnte auch weiter südlich verlaufen sein.

 

6Kfb1532Im Jahr 903 wird der Ort als „varenbach“ vermutlich erstmals urkundlich erwähnt. Durch den Güterschacher im Mittelalter bekamen die Höfe verschiedene Grundherren. Im Jahr 1532 zum Beispiel gehörten die neun Anwesen sieben verschiedene Grundherren:
Dem Markgrafen (Wirtshaus und Schmiede Nr.4), dem Deutschen Orden Nürnberg (Nr. 15 und Wirtshaus 16), dem Langenzenner Spital (Nr. 9), dem Nürnberger Spital (Nr. 18), dem Junker Albrecht von Wilhermsdorf (Nr. 12), der Pfarrei Oberreichenbach (Mühle Nr. 21 zur Hälfte) und der Pfarrei oder dem Gotteshaus (Nr. 2b) von Kirchfarrnbach (Nr. 8, Nr. 14 und zur Hälfte Mühle Nr.21). Nach Geißelbrecht

 

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Die Wehrkirche diente dem Schutz der Bevölkerung. Bei Gefahr eilten die Bewohner mit dem Notwendigsten, auch sogar mit dem Vieh, durch das Torhaus in den südlichen Teil des Kirchhofes. Konnte dieser nicht mehr gehalten werden, so bot der 1471 erbaute Turm, der vier Ecktürmchen hatte, die letzte Sicherheit. Die älteste Glocke im Turm stammt aus dem Jahr 1423. Selbstständige Pfarrei wurde Kirchfarrnbach 1435. Das neugotische Kirchenschiff wurde 1891 errichtet, 1901 wurde das „hochgiebelige, im altdeutschen Nürnberger Landhausstil erbaute“ Pfarrhaus übergeben. 1865 war bereits das "neue" Schulhaus erbaut worden. Das alte stand als Torhaus am südlichen Kirchhofeingang.

 

Kirchfarrnbach im Urkatasterplan ca. 1830Im Jahr 1812 hatte Kirchfarrnbach (mit der Mühle) 21 Wohnhäuser, in denen 30 Familien lebten. Es gab folgende Berufe: Bäcker, Bauer, Hirte, Müller, Pfarrer, Schmied, Schneider (2), Schuhmacher (3), Schullehrer, Taglöhner, Totengräber, Weber und Wirt (2). Von den 137 Einwohnern waren 99 über 14 Jahre alt. Der Friedhof lag ursprünglich innerhalb der Kirchenmauern und wurde 1913 an den nordwestlichen Rand des Dorfes verlegt. Das Kriegerdenkmal wurde am 9. Sept. 1923 eingeweiht.Kirchfarrnbach von Google 2005 © Google Earth
1978 waren Flurbereinigung und Dorfsanierung in Kirchfarrnbach und Dürrnfarrnbach abgeschlossen. Neue Wege entstanden, Gräben wurden hergerichtet, Drainagen ausgeführt und Hindernisse wie alte Wege und Gräben durch Erwerb beseitigt. Zudem legten die Planer ein besonderes Augenmerk auf die Teichwirtschaft. Um Kirchfarrnbach entstand eine Kette von Weihern, die allesamt ihren eigenen Zulauf haben.

 

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