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Im Heilsbronner Salbuch von 1402

 

Meiersberg im Urkatasterplan ca. 1830“Meier“ nannte man im Mittelalter einen herrschaftlichen Gutsverwalter auf einem Fronhof. Als Verwaltungsbeamter nahm er die Stelle des Grundherren ein, der die Eigenbewirtschaftung des Hofes aufgegeben hatte. Möglicherweise hat sich einmal ein Meier als besonders tüchtig erwiesen und für seine Verdienste Land zum Roden und Bebauen oberhalb des Zenntales, auf dem „Berg", bekommen. Bei einer Wegekreuzung fand er den günstigsten Platz für seinen Hof. Hier zogen die Leute vorbei, denen die Wege im Zenntal entlang zu sumpfig waren und auch die, welche von Wilhermsdorf nach Kirchfarrnbach wollten. Im Laufe der Zeit gesellten sich zum Hof des Meiers noch weitere Höfe und man nannte diesen Ort Meiersberg.

 

Meiersberg wird erstmals sicher in einer Urkunde vom 2. Juli 1225 erwähnt, in welcher König Heinrich VII. das Schottenkloster St. Egidien zu Nürnberg in seinen Schutz nimmt. Dieses kaufte 1353 zwei Güter von Johann von „wilhalmstorff“ und besaß nun fünf Güter in Meiersberg. Die meisten Güter in Meiersberg aber erwarb im Laufe des Mittelalters das Heilsbronner Kloster. Auch der Deutsche Orden war in Meiersberg mit einem Hof vertreten.

 

Besonders schlimm war der Dreißigjährige Krieg. Von den Heilsbronner Höfen wissen wir, dass nur einer (Nr. 9+10) bewohnt blieb, die übrigen wurden 1640 mit „oedt" bezeichnet. Den Nürnberger Höfen wird es nicht besser gegangen sein. Nach dem furchtbaren Krieg also ein praktisch ausgestorbenes Dorf! Allmählich wurden die Höfe wieder aufgebaut und bewohnt, auch von Familien, die um ihres Glaubens willen vertrieben worden waren. Solche „Exulanten" waren z. B. die „Reithlingshöfer" und die „Niederhöfer".

 

Um 1730 wird der Ort so beschrieben:
„Mayersberg. Ein Weyler, worinnen 6 bayreuth. ins Amt gehörige u. 3 Reichsallmosenunterthanen nach Kirchfarrnbach gepfarrt. Der von daher nach Wilmersdorff gehende Fuhrweg bricht die Fraisch, so daß von dem Weyler Hirtenhaus, 1 Nbgl. Hof u. 1. Amt Neuhof. Guthlein in Langenzenner = die übrigen aber in der bayreuth. Vogt Amts M Erlbach Fraisch verbleiben.“

 

Im Jahr 1812 hatte Meiersberg 19 Wohnhäuser, in denen 22 Familien lebten. Es gab folgende Berufe: Bauer, (Hirtenhaus), Schmied, Schneider und Taglöhner. Von den 123 Einwohnern waren 80 über 14 Jahre alt.Meiersberg von Google 2005 © Google Earth

Durch die Flurbereinigung mit Dorfsanierung (neuer Rechtsstand 1979) wurde mehr erreicht als eine zweckmäßige Aufteilung der Felder, um den modernen technischen Anforderungen gemäß wirtschaften zu können. Große Gemeinschafts-Maschinenhallen wurden errichtet, in die das Feuerwehrgerätehaus und die Gemeinschaftsmaschinenhalle integriert wurden. Ringwege (1,1 km) wurden angelegt. Durch Aussiedlung von Nr. 11+12 wurde die Anlage des Dorfplatzes möglich. Ihn ziert der vom Schützenverein Meiersberg geschaffene Springbrunnen.

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